16.09.2022

„Tertiärer Bildungssektor Oberösterreich“ anlässlich der Installierung des Institute of Digital Sciences Austria

«Erste Aufgabe von Führung ist es, Zusammenarbeit zu organisieren.» Reinhard K. Sprenger

PRÄAMBEL 

Die neue Technische Universität OÖ mit dem Titel „Institute of Digital Sciences Austria“ ist auf 
dem Weg. Das Errichtungsgesetz wurde vom Nationalrat Österreichs beschlossen und der 
Gründungskonvent wurde eingesetzt.
Die oberösterreichische tertiäre Bildungslandschaft wird sich durch die Installation einer neuen 
Einrichtung massiv verändern. 
Unsicherheit bei bestehenden Fachhochschulen und Universitäten und außeruniversitären 
Forschungseinrichtungen in OÖ und Technischen Universitäten in Österreich besteht. Um den 
Changeprozess in OÖ proaktiv zu gestalten, sind die Handlungsempfehlungen im Folgenden 
zusammengefasst.

DER RAT FÜR FORSCHUNG UND TECHNOLOGIE FÜR OBERÖSTERREICH EMPFIEHLT:

  • Proaktives Gestalten des Veränderungsprozesses für die Region OÖ braucht 
    Verantwortlichkeit
  • Im Changeprozess müssen alle oberösterreichischen Universitäten und Fachhochschulen eingebunden sein, insbesondere jene, die unmittelbar betroffen sind (JKU, FHOÖ, Kunstuniversität, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen).
  • Die Vertretungen der Stakeholder des tertiären Bildungssektors wie Industriellenvereinigung, WKOÖ und AEC und der Gesellschaft sind im Prozess einzubinden.
  • Es braucht eine Person, die den Prozess proaktiv vorantreibt und die Kommunikation mit den Beteiligten proaktiv steuert. Diese*r Tertiäre-Bildungsstratege*strategin mit Erfahrung in Veränderungsprozessen soll als Beratungs-Stabsstelle zur Landesregierung installiert sein.
  • Das Miteinander im tertiären Bildungssektor in OÖ soll die weitere Entwicklung dieses Sektors prägen.

NOTWENDIGE HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN:

  1. Erstellung einer Vision des tertiären Bildungssektors in OÖ
  2. Definition von strategischen Zielen betreffend der Schwerpunkte und der Kollaboration des gesamten tertiären Bildungssektors in OÖ
  3. Positionierung aller Player des tertiären Sektors vorantreiben
  4. Zusammenarbeit des tertiären Bildungssektors von Anfang an durch Prozesse und Personen ermöglichen
    • Orte der Partizipation schaffen
    • Ängste und Schwierigkeiten wahrnehmen und proaktiver Umgang mit Unsicherheiten, Widerständen und Konflikten
    • Kommunikation, Kommunikation, Kommunikation
  5. Schnittstelle des tertiären Bildungssektors mit den Stakeholdern (Industrie und Wirtschaft) sowohl hinsichtlich Forschungskooperationen, Know-how-Transfers, Lehrkooperationen und Ausgründungen etablieren

AUCH DIE STAKEHOLDER DES TERTIÄREN BILDUNGSSEKTORS (INDUSTRIE UND WIRTSCHAFT)
SIND GEFORDERT:

  • Offenheit und klares Bekenntnis zum oö tertiären Bildungssektors

INTERNATIONALE SICHTBARKEIT EINES ATTRAKTIVEN HOCHSCHULRAUMS OÖ MUSS 
AUFGEBAUT WERDEN:

  • Awareness für einen attraktiven Hochschulraum in OÖ muss international entwickelt 
    werden
  • Attraktivität für internationale Forscher*innen und Studierenden soll durch einen gelungenen Changeprozess erhöht werden
  • Der/die Tertiäre-Bildungsstratege*strategin koordiniert die Auf- und Ausbauarbeit für den Hochschulraum OÖ